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<title>FVBD</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">FVBD</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>FVBD</b> ist eine in der <a href="Veterin%C3%A4rmedizin" class="mw-redirect" title="Veterinärmedizin">Veterinärmedizin</a> verwendete Abkürzung für durch <a href="Vektor_(Biologie)" title="Vektor (Biologie)">Vektoren</a> übertragene Krankheiten bei <a href="Hauskatze" title="Hauskatze">Katzen</a>. Die Abkürzung steht für <b>F</b>eline <b>V</b>ector-<b>b</b>orne <b>D</b>iseases. Als Vektoren dienen verschiedene blutsaugende <a href="Gliederf%C3%BC%C3%9Fer" title="Gliederfüßer">Gliederfüßer</a> wie <a href="Fl%C3%B6he" title="Flöhe">Flöhe</a>, <a href="Echte_Tierl%C3%A4use" title="Echte Tierläuse">Läuse</a>, <a href="Zecken" title="Zecken">Zecken</a>, <a href="Stechm%C3%BCcken" title="Stechmücken">Stechmücken</a> und <a href="Sandm%C3%BCcken" title="Sandmücken">Sandmücken</a>. FVBD kommen weltweit vor und gehören durch den Reiseverkehr und die Ausbreitung der Vektoren durch den Klimawandel zu den <a href="Emerging_Infectious_Disease" title="Emerging Infectious Disease"><i>emerging diseases</i></a>. Die Erkrankungen können aber auch durch <a href="Bluttransfusion" title="Bluttransfusion">Bluttransfusionen</a> übertragen werden und sollten daher bei Spendertieren ausgeschlossen werden. Wie bei den vektorübertragbaren Erkrankungen bei Hunden (<a href="CVBD" title="CVBD">CVBD</a>) haben insbesondere die <a href="Bartonellose" title="Bartonellose">Bartonellosen</a>, Rickettsiosen und die <a href="Pest" title="Pest">Pest</a> eine Bedeutung für den Menschen im Sinne einer <a href="Zoonose" title="Zoonose">Zoonose</a>. Die Bekämpfung der FVBD erfolgt durch konsequenten Schutz vor Ektoparasiten durch den Einsatz von <a href="Antiparasitikum" title="Antiparasitikum">Antiparasitika</a> mit schneller Abtötung (<i>speed-of-kill</i>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Übersicht_zu_den_FVBD"><span id=".C3.9Cbersicht_zu_den_FVBD"></span>Übersicht zu den FVBD</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bartonellosen">Bartonellosen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bartonellose" title="Bartonellose">Bartonellose</a></i></div>
<p>Die Bartonellosen werden durch verschiedene Bakterien der Gattung <a href="Bartonella" title="Bartonella">Bartonella</a> verursacht und sind die FVBD mit der derzeit größten zoonotischen Bedeutung. Bei den meisten Katzen verlaufen Bartonellosen subklinisch, also ohne deutliche Krankheitssymptome. Der wichtigste Überträger ist der Katzenfloh, wobei die Übertragung auf andere Katzen oder den Menschen am häufigsten durch Kratzverletzungen durch mit Flohkot kontaminierte Krallen erfolgt. Neben der relativ harmlosen <a href="Katzenkratzkrankheit" title="Katzenkratzkrankheit">Katzenkratzkrankheit</a> kommen aber auch schwere neurologische Erkrankungen vor. Der Schutz vor der Krankheit besteht in einer konsequenten Flohprophylaxe und die Vermeidung von Kratzverletzungen (Krallen stutzen, eingeschränkter Kontakt) bzw. deren sofortige Reinigung und Desinfektion. Insbesondere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten nur Katzen in ihren Haushalt aufnehmen, die über ein Jahr alt sind, aus einer Einzelhaltung stammen und die flohfrei sind. Bei solchen Tieren ist es unwahrscheinlich, dass eine <a href="Bakteri%C3%A4mie" title="Bakteriämie">Bakteriämie</a> vorliegt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feline_Infektiöse_Anämie"><span id="Feline_Infekti.C3.B6se_An.C3.A4mie"></span>Feline Infektiöse Anämie</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Feline_infekti%C3%B6se_An%C3%A4mie" title="Feline infektiöse Anämie">Feline infektiöse Anämie</a></i></div>
<p>Die Feline Infektiöse Anämie wird durch hämotrope <a href="Mykoplasmen" title="Mykoplasmen">Mykoplasmen</a> hervorgerufen, die nur auf <a href="Erythrozyt" title="Erythrozyt">roten Blutkörperchen</a> überleben können. Sie kommt weltweit vor, als primärer Vektor gilt der <a href="Katzenfloh" title="Katzenfloh">Katzenfloh</a>. Betroffen sind vor allem geschwächte Tiere mit einer reduzierten Immunabwehr. Bei diesen verursacht die Infektion eine makrozytäre, normo- oder hypochrome <a href="H%C3%A4molytische_An%C3%A4mie" title="Hämolytische Anämie">hämolytische Anämie</a>. Zur Behandlung werden Antibiozitka wie <a href="Doxycyclin" title="Doxycyclin">Doxycyclin</a> eingesetzt, allerdings bleiben die Tiere vermutlich lebenslang Träger des Erregers. Ob die Erkrankung eine Bedeutung als Zoonose hat, ist nicht eindeutig geklärt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rickettsiose">Rickettsiose</h3></div>
<p>Das <a href="Flohfleckfieber" title="Flohfleckfieber">Flohfleckfieber</a> (synonym: <i>Katzenflohtyphus</i>, <i>cat flea typhus</i>) gehört zu den <a href="Rickettsien#Gruppierung" title="Rickettsien">Rickettsiosen</a> und wird durch <i><a href="Rickettsia_felis" title="Rickettsia felis">Rickettsia felis</a></i> verursacht. Es kommt weltweit vor. Katzen erkranken nicht, es ist bislang noch nicht einmal gelungen, den Erreger aus dem Blut von Katzen zu isolieren. Dafür lässt sich <i>R. felis</i> aus dem Blut von Hunden und aus Katzenflöhen isolieren. Vermutlich spielen Katzen nur bei der Aufrechterhaltung der Katzenflohpopulation eine epidemiologische Rolle. Beim Menschen treten <a href="Erythem" title="Erythem">Erythem</a>, <a href="Macula_(Dermatologie)" title="Macula (Dermatologie)">Maculae</a>, <a href="Papel" title="Papel">Papeln</a>, <a href="Exsudat_(Medizin)" title="Exsudat (Medizin)">Krusten</a>, Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Cytauxzoonose">Cytauxzoonose</h3></div>
<p>Die <a href="Cytauxzoonose" title="Cytauxzoonose">Cytauxzoonose</a> ist eine bei Katzen in den zentralen und östlichen Südstaaten der USA vorkommende bakterielle Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Der Erreger zerstört die roten Blutkörperchen und verursacht eine Blutarmut (<a href="An%C3%A4mie" title="Anämie">Anämie</a>). Zur Behandlung wird <a href="Diminazen" title="Diminazen">Diminazen</a> eingesetzt. Der Mensch ist nicht gefährdet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pest">Pest</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pest" title="Pest">Pest</a></i></div>
<p>Die Pest kommt nur noch in einigen Endemiegebieten in Afrika, Amerika und Asien vor. Katzen sind für den Erreger <i><a href="Yersinia_pestis" title="Yersinia pestis">Yersinia pestis</a></i> sehr empfindlich. Die Übertragung erfolgt durch Flöhe von Nagetieren oder die Aufnahme von Kleinsäugern. Bei Katzen kommt es zur Anschwellung der Kopflymphknoten (<a href="Unterkieferlymphknoten" title="Unterkieferlymphknoten">Unterkieferlymphknoten</a>, <a href="Retropharyngeallymphknoten" title="Retropharyngeallymphknoten">Retropharyngeallymphknoten</a>), gelegentlich treten auch ein <a href="Septischer_Schock" class="mw-redirect" title="Septischer Schock">septischer Schock</a> oder schwere <a href="Lungenentz%C3%BCndung" title="Lungenentzündung">Lungenentzündungen</a> auf. Eine Übertragung von der Katze auf den Menschen ist sowohl durch Biss- und Kratzverletzungen als auch durch <a href="Tr%C3%B6pfcheninfektion" title="Tröpfcheninfektion">Tröpfcheninfektion</a> oder indirekt durch Flöhe möglich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tularämie"><span id="Tular.C3.A4mie"></span>Tularämie</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Tular%C3%A4mie" title="Tularämie">Tularämie</a></i></div>
<p>Die Tularämie ist eine in Europa und Nordamerika vorkommende Erkrankung bei <a href="Hasenartige" title="Hasenartige">Hasenartigen</a> und anderen Kleinsäugern. Katzen können sich durch die Aufnahme infizierter Tiere anstecken und entwickeln <a href="Lymphadenopathie" title="Lymphadenopathie">Lymphknoten-</a>, <a href="Splenomegalie" title="Splenomegalie">Milz-</a> und <a href="Hepatomegalie" title="Hepatomegalie">Leberschwellungen</a>. Durch Bisse können infizierte Katzen die Tularämie auch auf den Menschen übertragen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Babesiose">Babesiose</h3></div>
<p>Die Babesiose der Katzen wird durch <i>Babesia felis</i> verursacht und durch Zecken übertragen. Die Erkrankung kommt nur im südlichen Afrika vor und ist für den Menschen ungefährlich. Bei Katzen verursacht sie eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit eine mehr oder weniger ausgeprägte Blutarmut (<a href="An%C3%A4mie" title="Anämie">Anämie</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Erkrankungen">Weitere Erkrankungen</h3></div>
<p>Darüber hinaus existieren eine Reihe weiterer vektorübertragener Erkrankungen, die Katzen befallen können. Selten können Katzen auch an eher für Hunde typischen Krankheiten wie der <a href="Herzwurmerkrankung" title="Herzwurmerkrankung">Herzwurmerkrankung</a>, der <a href="Leishmaniose" title="Leishmaniose">Leishmaniose</a>, der <a href="Canine_Ehrlichiose" title="Canine Ehrlichiose">Ehrlichiose</a> und der <a href="Canine_Anaplasmose" title="Canine Anaplasmose">Anaplasmose</a> erkranken.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Mary Thompson, Peter Irvin: <i>Vektorübertragene Krankheiten bei Katzen.</i> In: <i>Veterinary Focus</i>, 2016, Band 26, Heft 2, S. 25–31.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.esccap.org/uploads/docs/j1irxk2r_esccapguidelinevbd042011.pdf">ESCCAP-Empfehlung zur Bekämpfung von vektorbasierten Erkrankungen bei Hund und Katze.</a> (PDF) esccap.org</li></ul>
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Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!</div>
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